Fragen und Antworten rund ums Thema Bio-Olivenöl und Olivenöl nativ extra
Definition Polyphenole
Polyphenole sind natürliche sekundäre Pflanzenstoffe, die von Natur aus in der Olive vorkommen und nicht künstlich zugesetzt werden.
Polyphenole und ihre Wirkung
Bestimmte Polyphenole besitzen antioxidative Eigenschaften. Sie tragen unter anderem zur Stabilität des Olivenöls bei und beeinflussen dessen sensorische Eigenschaften wie Bitterkeit und Schärfe — zwei sensorische Merkmale, die bei frischem nativem Olivenöl extra als Qualitätsattribute gelten. Einige Polyphenole werden in wissenschaftlichen Untersuchungen entzündungshemmende Eigenschaften zugeschrieben.
Polyphenolgehalt-Höhe
Für die Kategorie „natives Olivenöl extra“ bestehen keine gesetzlichen Mindestwerte für den Polyphenolgehalt. Dessen Höhe wird unter anderem von der Olivensorte sowie dem Reifegrad der Früchte zum Erntezeitpunkt beeinflusst — grundsätzlich gilt: Je früher die Oliven geerntet werden, desto höher kann der natürliche Gehalt bestimmter Polyphenole ausfallen.
Produktionsprozess
Auch der Produktionsprozess spielt eine wesentliche Rolle, da natürliche Inhaltsstoffe während der Verarbeitung negativ beeinflusst oder reduziert werden können.
Das Olivenöl von BRIVITAL weist regelmässig hohe Gesamtpolyphenolgehalte auf.
Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Erhalt relevanter gesundheitsunterstützender Polyphenole während des gesamten Produktionsprozesses sowie deren regelmässigem analytischem Nachweis und entsprechender Dokumentation durch akkreditierte Labore.
Komplexität der Thematik rund um Polyphenole
Polyphenole sind natürliche sekundäre Pflanzenstoffe, die von Natur aus in der Olive vorkommen. Der Begriff „Polyphenole“ bezeichnet dabei eine Gruppe verschiedener pflanzlicher Verbindungen mit unterschiedlichen Eigenschaften. Dazu zählen unter anderem Oleocanthal, Oleuropein-Derivate oder weitere phenolische Inhaltsstoffe, die zum Teil sensorisch wahrnehmbar sein können.
Bestimmte Polyphenole besitzen antioxidative Eigenschaften. Diese werden unter anderem mit gesundheitsunterstützenden Eigenschaften in Verbindung gebracht und tragen gleichzeitig auch dazu bei, das Olivenöl vor Oxidation zu schützen. Dadurch unterstützen sie die Stabilität und Lagerfähigkeit des Öls. Einige dieser Polyphenole stehen zudem mit den typischen bitteren und scharfen Geschmacksnoten eines hochwertigen nativen Olivenöls extra in Verbindung.
Faktoren, die den Polyphenolgehalt beeinflussen sind: Oliven Sorte, Reifegrad Erntezeitpunkt und Verarbeitungsprozess. Grundsätzlich gilt: Früh geerntete Oliven können höhere natürliche Polyphenolgehalte aufweisen. Ebenso ist eine möglichst schonende Verarbeitung entscheidend, da Polyphenole während des Produktionsprozesses negativ beeinflusst oder reduziert werden können. Mit zunehmender Lagerdauer sinkt der Polyphenolgehalt natürlicherweise.
Das Olivenöl von BRIVITAL weist regelmässig hohe Gesamtpolyphenolgehalte auf. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem hohen Erhalt der relevanten gesundheitsunterstützenden Polyphenole während des gesamten Produktionsprozesses sowie deren regelmässigem analytischem Nachweis und entsprechender Dokumentation durch akkreditierte Labore.
Wirkung und weitere Zusammenhänge
Polyphenoe wirken antioxidativ und tragen zur Stabilität und Charakteristik des Olivenöls bei.
Polyphenole sind ein zentrales Qualitätsmerkmal, weil sie zwei entscheidende Funktionen erfüllen:
Antioxidative Wirkung: Sie schützen das Olivenöl vor oxidativem Verderb (Ranzigwerden) und erhöhen die Lagerstabilität, Ein Olivenöl mit hohem Polyphenolgehalt bleibt länger frisch.
Charakteristik: Polyphenole prägen den typischen Geschmack eines hochwertigen nativ extra Olivenöls, besonders Bitterkeit und Schärfe. Ohne Polyphenole wäre das Öl geschmacklich neutral oder flach.
Die Höhe des Polyphenolgehalts zeigt an:
Frühe Ernte (grüne Oliven) → höhere Polyphenole
Schonende Kaltpressung (<27 °C) → Erhalt der Polyphenole
Frische des Olivenöls (mit der Zeit sinken die Werte)
Fazit: Ein hoher Polyphenolgehalt (z. B. über 400 mg/kg) ist ein verlässlicher Indikator für Spitzenqualität – chemisch messbar und sensorisch spürbar.
Gilt für BRIVITAL: Unser Olivenöl erreicht durch frühe Ernte und Kaltpressung konstant >400 mg/kg Polyphenole, das garantiert Stabilität und den charakteristischen, fruchtig‑bitter‑scharfen Geschmack.
Mythen und Fakten rund um den Health Claim
Der Gesamtpolyphenolgehalt allein erlaubt keine Aussage darüber, ob ein Health Claim zulässig ist.
Der Gesamtpolyphenolgehalt allein erlaubt keine Aussage über die Zulässigkeit eines Health Claims.
Der zugelassene Health Claim für Olivenöl (EU‑Verordnung 432/2012) verlangt:
Mindestens 5 mg Hydroxytyrosol und seine Derivate (z. B. Oleuropein‑Komplex, Tyrosol) pro 20 g Olivenöl.
Ein hoher Gesamtpolyphenolgehalt (z. B. >400 mg/kg) ist ein gutes Indiz, aber keine Garantie. Es muss die Konzentration der spezifischen, in der Verordnung genannten Substanzen nachgewiesen werden.
Praktische Bedeutung: Nur weil ein Olivenöl viele Polyphenole enthält, erfüllt es nicht automatisch die rechtlichen Kriterien für die gesundheitsbezogene Angabe. Ein Hersteller muss die spezifischen Derivate analysieren lassen.
Für BRIVITAL gilt: Unser Bio-Olivenöl wird regelmässig auf die relevanten Derivate geprüft und übertrifft in den allermeisten Ernte-Jahren den geforderten Mindestgehalt.
Mehrere Faktoren
Eine einzelne Kennzeichnung allein reicht meist nicht aus, um die tatsächliche Qualität eines Olivenöls zuverlässig beurteilen zu können. Entscheidend ist das Zusammenspiel mehrerer Faktoren.
Die Güteklasse
„Natives Olivenöl extra“ ist die höchste gesetzliche Güteklasse für Olivenöl. Sie definiert bestimmte Mindestanforderungen hinsichtlich Analysewerten und Sensorik.
Die Bezeichnung allein erlaubt jedoch noch keine Aussage über Frische, Polyphenolgehalt oder die gesamte Qualitätsausrichtung eines Produzenten.
Bio oder konventionelle Produktion
Ob ein Olivenöl biologisch oder konventionell produziert wurde, sagt zunächst etwas über die Produktionsweise aus, jedoch nicht automatisch über Frische, Polyphenolgehalt oder die gesamte Qualitätsausrichtung des Olivenöls.
Auch innerhalb biologischer oder konventioneller Produktion bestehen deutliche Unterschiede hinsichtlich Erntezeitpunkt, Verarbeitung, Lagerung und Qualitätsfokus.
Deklaration und Transparenz
Ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist die transparente Deklaration. Dazu gehören nachvollziehbare Angaben zu Herkunft, Produzent, Erntejahr und Abfülldatum.
Je klarer ersichtlich ist, wer das Olivenöl produziert hat, wann es geerntet und abgefüllt wurde und wie die Herstellung dokumentiert ist, desto besser lässt sich die Qualität einordnen.
Sensorische Eigenschaften
Ein hochwertiges natives Olivenöl extra zeigt typischerweise fruchtige Aromaeigenschaften sowie eine ausgewogene Bitterkeit und Schärfe.
Diese sensorischen Merkmale werden mit bestimmten natürlichen Polyphenolen in Verbindung gebracht.
Fehlernoten wie ranzige, muffige oder gärige Eindrücke gelten dagegen als Qualitätsmängel.
Analytische Nachweise
Eine fundierte Qualitätsbeurteilung stützt sich nicht nur auf sensorische Eindrücke, sondern auch auf nachvollziehbare Laboranalysen.
Dazu gehören unter anderem die gesetzlich vorgeschriebenen Analysewerte für natives Olivenöl extra sowie in Abhängigkeit des Qualitätsanspruchs weiterführende Untersuchungen wie ein differenziertes Polyphenolprofil mittels HPLC-Methode.
Preis und Produktionsweise
Eine qualitätsorientierte Produktion mit früher Ernte, geringerer Ausbeute, schonender Verarbeitung sowie regelmässigen Laboranalysen ist mit entsprechendem Aufwand verbunden.
Sehr niedrige Verkaufspreise sind daher häufig nur schwer mit einer konsequent qualitätsorientierten Herstellung vereinbar.
BRIVITAL setzt bewusst auf eine nachvollziehbare Produktion mit aktueller Ernte, dokumentierten Laboranalysen sowie einer gezielt begleiteten Herstellung entlang des gesamten Produktionsprozesses.
Profil und relevante Derivate
Nicht alle Polyphenole sind für den Health Claim relevant. Erst das Profil zeigt, ob die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.
Weil nur ein Teil der Polyphenole für den Health Claim relevant ist.
Der Gesamtpolyphenolwert summiert alle phenolischen Verbindungen, darunter fallen auch Substanzen ohne die geforderte gesundheitsbezogene Wirkung (z. B. einfache Phenolsäuren).
Das Polyphenolprofil hingegen weist die Einzelkonzentrationen der spezifischen Derivate aus, die in der EU‑Verordnung 432/2012 genannt werden: insbesondere Hydroxytyrosol, Tyrosol, Oleuropein‑Komplex und deren Derivate.
Erst wenn diese Substanzen zusammen mindestens 5 mg pro 20 g Olivenöl erreichen, ist der Health Claim zulässig, unabhängig davon, wie hoch der Gesamtpolyphenolgehalt ist.
Fazit: Ein hoher Gesamtwert kann irreführen. Entscheidend ist der Nachweis der richtigen Polyphenole in der erforderlichen Mindestmenge.
Für BRIVITAL gilt: Wir analysieren regelmässig das vollständige Polyphenolprofil. Unser Bio-Olivenöl erfüllt die strengen Anforderungen an die relevanten Derivate.
Wenn das Olivenöl einen nachgewiesenen Mindestgehalt an relevanten Olivenöl-Polyphenolen aufweist, insbesondere Hydroxytyrosol und seine Derivate.
Qualitätskriterien
Analytisch nachgewiesen und dokumentiert werden die relevanten Qualitätskriterien, welche ein natives Olivenöl extra erfüllen muss.
Dazu gehören insbesondere die freien Fettsäuren, der Peroxid Wert, die UV-Absorptionswerte beziehungsweise K-Werte (K232, K270 und ΔK) sowie der Wachsgehalt.
Bio-Qualität beim Olivenöl
Zusätzlich wird die Bio-Qualität überprüft.
Bei unserem Bio-Olivenöl erfolgt dies sowohl gemäss den relevanten EU-Bio-Standards als auch zusätzlich nach den Schweizer Bio-Vorgaben.
Polyphenole
Darüber hinaus werden jene Polyphenole analysiert, die für den zugelassenen Health Claim für Olivenöl-Polyphenole relevant sind. Dafür wird ein differenziertes Polyphenolprofil mittels HPLC-Methode (High Performance Liquid Chromatographie) durch ein akkreditiertes Labor erstellt. So kann nachvollziehbar dokumentiert werden, ob die relevanten Polyphenole in entsprechender Menge vorhanden sind.
Diese weiterführenden Analysen gehen deutlich über die gesetzlich vorgeschriebenen Standardanalysen eines nativen Olivenöls extra hinaus.
Güteklasse Olivenöl
„Nativ extra“ beschreibt die gesetzlich definierte Güteklasse des fertig produzierten Olivenöls.
Olivenöl nativ extra ist die höchste gesetzliche Güteklasse für Olivenöl (EU-Verordnung 2022/2104).
Maximal erlaubter Säuregehalt (FFA): 0,8 %, ausschliesslich mechanische Gewinnung, Kaltpressung max. 27 °C ohne chemische Raffination, sensorisch fehlerfrei, also ohne Fehlernoten wie z. B. ranzig, muffig oder metallisch.
Qualität des Olivenöls
Sie beschreibt die Qualität des Olivenöls, damit ist explizit nicht die Anbaumethode gemeint, ob konventionell, Bio oder Demeter verwendet wurde.
Bio bei Olivenöl
„Bio“ beschreibt die landwirtschaftliche Anbaumethode der Oliven nach den Vorgaben der EU-Bio-Verordnung.
Damit ein Olivenöl als Bio-Produkt ausgelobt werden darf, muss nicht nur der Olivenanbau biologisch zertifiziert sein, sondern auch die Verarbeitung und Produktion des fertigen Olivenöls den gesetzlichen Bio-Vorgaben entsprechen.
Deshalb wird das Olivenöl nach der Produktion erneut auf die Einhaltung der Bio-Richtlinien kontrolliert.
BRIVITAL erfüllt beides: höchste Güteklasse in der Produktion und aus zertifiziert biologischem Anbau.
Labor-analytiche Werte
Ein natives Olivenöl extra muss gesetzlich definierte Qualitäts- und Analyseparameter erfüllen, um überhaupt als „nativ extra“ in Verkehr gebracht werden zu dürfen. Dazu gehören sowohl labor-analytische Werte wie beispielsweise freie Fettsäuren (FFA), Peroxidzahl und UV-Absorptionswerte, als auch die sensorische Beurteilung, dass das Öl frei von sensorischen Fehlern sein muss.
Die rechtliche Grundlage dafür bilden insbesondere die Verordnungen (EU) 2022/2104 und 2022/2105, welche die Vermarktungsnormen sowie die Analyse- und Kontrollmethoden für Olivenöl regeln.
Prüfung und Kommunikation in Bezug auf Konsumentinnen und Konsumenten
Für die Inverkehrsetzung ist gesetzlich vorgeschrieben, dass auf dem Etikett unter anderem folgende Verkehrsbezeichnung angegeben sein muss:
„Natives Olivenöl extra – erste Güteklasse – direkt aus Oliven ausschliesslich mit mechanischen Verfahren gewonnen.“
Wichtig ist jedoch die Unterscheidung zwischen den gesetzlich vorgeschriebenen Prüfungen, welche der Produzent durchführen muss, und den Informationen, die für Konsumentinnen und Konsumenten tatsächlich auf dem Produkt sichtbar sind.
Die vollständigen Analysewerte müssen vorhanden sein und dienen der offiziellen Qualitätsklassifizierung. Sie müssen jedoch grundsätzlich nicht auf dem Etikett ausgewiesen werden.
Herausforderungen des Olivenölmarktes
Besonders relevant ist dabei die freiwillige Angabe einzelner Qualitätswerte, etwa des FFA-/Säurewertes.
Gemäss EU-Recht darf ein einzelner Analysewert nicht isoliert hervorgehoben werden, wenn dadurch ein irreführender Gesamteindruck entstehen könnte. Wird beispielsweise der Säurewert angegeben, müssen gleichzeitig auch weitere relevante Qualitätsparameter im selben Sichtfeld ausgewiesen werden, damit die Gesamtqualität objektiv beurteilt werden kann.
Für Konsumentinnen und Konsumenten ist deshalb wichtig zu verstehen: Nicht alles, was gesetzlich geprüft und nachgewiesen werden müsste, ist später auch transparent auf dem Produkt ersichtlich.
Genau darin liegt eine zentrale Problematik des heutigen Olivenölmarktes: Zwischen den gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätsanforderungen und der tatsächlich sichtbaren Deklaration auf dem Etikett besteht häufig eine erhebliche Informationslücke.
Zusätzlich könnte man die Infos des Qualitätsflyers von den Produktionsparameter dazufügen
Begriff Sensorik beim Olivenöl nativ extra
Die Sensorik ist ein entscheidender Bestandteil der gesetzlichen Qualitätsbewertung eines nativen Olivenöls extra. Gemäss den Verordnungen (EU) 2022/2104 und 2022/2105 muss ein natives Olivenöl extra sensorisch frei von Fehlern sein. wie z. B. ranzig, muffig, essigstichig, metallisch, gärig oder schlammig. Gleichzeitig muss die Fruchtigkeit des Olivenöls grösser als null sein.
Mindestanforderung
Diese sensorische Prüfung dient in erster Linie der gesetzlichen Klassifizierung als „Natives Olivenöl Extra“. Sie definiert jedoch lediglich die Mindestanforderungen der Kategorie und nicht automatisch eine aussergewöhnliche Spitzenqualität.
Panels bei der Prüfung der Sensorik, Bitterkeit und Schärfe
Darüber hinaus achten hochwertige Produzenten und professionelle Sensorikpanels zusätzlich auf Kriterien wie Harmonie, Balance, Komplexität, aromatische Tiefe und Persistenz. Diese Eigenschaften sind gesetzlich nicht zwingend vorgeschrieben, unterscheiden jedoch ein einfach korrektes natives Olivenöl extra von einem sensorisch herausragenden Spitzenöl.
Gerade deshalb ist die sensorische Beurteilung komplex und erfordert geschulte, offiziell anerkannte Panels.
Einzelne Konsumentinnen und Konsumenten können ein Olivenöl oft nur schwer objektiv beurteilen,
insbesondere wenn sie bisher vor allem sehr milde oder flache Öle gewohnt sind.
Bitterkeit und Schärfe sind beispielsweise nicht automatisch Fehler, sondern können je nach Sorte und Qualität Ausdruck von Frische, Polyphenolgehalt und hoher Qualität sein.
Definition Bio bei Olivenöl
„Bio“ ist eine eigenständige Zertifizierung für den Anbau, die Verarbeitung und die Kontrolle eines Lebensmittels unabhängig von der späteren Güteklasse des Olivenöls.
Die rechtliche Grundlage bildet die EU-Bio-Verordnung (EU) 2018/848. Darin ist unter anderem verschiedene Punke festgelegt: Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) sind im Bio-Anbau grundsätzlich verboten, der Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel ist grundsätzlich nicht zulässig.
Bestimmte zugelassene natürliche oder biologisch basierte Pflanzenschutzmittel dürfen nur unter klar definierten gesetzlichen Vorgaben eingesetzt werden und kontinuierliche Kontrollen und Zertifizierungen durch anerkannte Kontrollstellen sind verpflichtend.
Zusammenhang Bio, Nativ Extra und Demeter bei Olivenöl
Ein Bio-Olivenöl erfüllt die Anforderungen der biologischen Landwirtschaft, erfüllt jedoch nicht automatisch die gesetzliche Güteklasse „Nativ Extra“. Dafür müssen zusätzlich die vorgeschriebenen analytischen und sensorischen Qualitätsparameter eingehalten werden.
Umgekehrt kann ein Olivenöl die gesetzliche Güteklasse „Nativ Extra“ erfüllen und dennoch aus konventionellem Anbau stammen.
Demeter und Bio sind ebenfalls nicht identisch:
Die EU-Bio-Verordnung definiert die gesetzliche Mindestgrundlage für biologischen Anbau.
Demeter ist eine zusätzliche private Biodynamik-Zertifizierung mit weitergehenden Anforderungen, die über die gesetzlichen EU-Bio-Vorgaben hinausgehen. Eine Demeter-Zertifizierung setzt grundsätzlich eine Bio-Zertifizierung voraus und ergänzt diese um zusätzliche Richtlinien für Anbau, Verarbeitung und Betriebsführung.
Was BRIVITAL anbetrifft: Wir vereinen höchste gesetzliche Güteklasse, zertifiziert biologischen Anbau sowie kontrollierte Verarbeitung nach den Vorgaben der EU-Bio-Verordnung und auch nach Schweizer Bio-Richtlinien (bio.inspecta).
„Nativ extra“ und „Bio“ beschreiben zwei unterschiedliche Eigenschaften eines Olivenöls.
„Nativ extra“ beschreibt die gesetzlich definierte Güteklasse des fertig produzierten Olivenöls.
„Bio“ beschreibt die landwirtschaftliche Anbaumethode der Oliven nach den Vorgaben der EU-Bio-Verordnung.
Damit ein Olivenöl als Bio-Produkt ausgelobt werden darf, muss nicht nur der Olivenanbau biologisch zertifiziert sein. Auch Verarbeitung, Produktion und Kontrolle des fertigen Olivenöls müssen den gesetzlichen Bio-Vorgaben entsprechen. Deshalb wird das Olivenöl nach der Produktion erneut auf die Einhaltung der Bio-Richtlinien kontrolliert.
Die rechtliche Grundlage für biologischen Anbau bildet die EU-Bio-Verordnung (EU) 2018/848. Darin ist unter anderem festgelegt:
Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) sind im Bio-Anbau grundsätzlich verboten.
Der Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel ist grundsätzlich nicht zulässig.
Bestimmte zugelassene natürliche oder biologisch basierte Pflanzenschutzmittel dürfen nur unter klar definierten gesetzlichen Vorgaben eingesetzt werden.
Bio bedeutet somit nicht automatisch pestizidfrei, sondern gesetzlich streng regulierten und zertifiziert kontrollierten Anbau nach den Vorgaben der EU-Bio-Verordnung.
Bei BRIVITAL gilt: Wir erfüllen beide Standards, höchste gesetzliche Güteklasse plus EU‑Bio‑Zertifizierung. Zusätzlich erfüllt BRIVITAL die Anforderungen der Schweizer Bio-Zertifizierung und wird in der Schweiz gemäss den geltenden gesetzlichen Vorschriften nochmals kontrolliert und geprüft.
Merkmale und Kernunterschiede
Spitzen-Olivenöl entsteht durch frühe Ernte, schonende Verarbeitung und den Fokus auf Qualität statt Ausbeute.
Spitze-Olivenöl priorisiert Qualität vor Ausbeute, Standardware vor allem Menge und niedrigen Preis.
Erntezeit: Spitzen-Olivenöl verwendet frühe, noch teilweise grüne Oliven (höhere Polyphenole, mehr Aroma). Standardware erntet spät und vollreif für maximale Ölmenge.
Verarbeitung: Spitzen-Olivenöl wird schonend kalt extrahiert (<27 °C) innerhalb weniger Stunden nach der Ernte. Standardware nutzt oft höhere Temperaturen und längere Lagerzeiten, beides steigert die Ausbeute, mindert aber Geschmack und Gesundheit.
Ausbeute: Spitzen-Olivenöl gewinnt nur 10–15 % Öl aus den Oliven, Standardware bis zu 25 % (durch Erhitzen, Nachpressen, Lösungsmittel).
Kennwerte: Spitzen-Olivenöl hat einen Säuregehalt unter 0,3 % (deutlich besser als die Nativ‑Extra‑Grenze von 0,8 %), einen Polyphenolgehalt über 400 mg/kg und ist sensorisch fehlerfrei fruchtig‑bitter‑scharf. Standardware pendelt oft um 0,8 % Säure, niedrige Polyphenole und weist gelegentlich sensorische Mängel auf.
Fazit
Spitzen-Olivenöl ist ein handwerklich kontrolliertes Produkt mit geringerer Menge, aber überlegenerem Geschmack, mehr gesundheitlichem Nutzen und längerer Haltbarkeit. BRIVITAL erfüllt all diese Spitzenkriterien, deshalb nur als Jahresbestellung.
Erforderliche Qualität eines nativen Olivenöls
Die Qualität unseres Olivenöls wird regelmässig durch ein unabhängiges, akkreditiertes Labor mittels entsprechender Laboranalysen überprüft und dokumentiert. Dabei werden die gesetzlich vorgeschriebenen Analysewerte kontrolliert, welche ein natives Olivenöl extra erfüllen muss.
Bio-Richtlinie bei Bio-Olivenöl
Zusätzlich erfolgt bei unserem Bio-Olivenöl eine doppelte Überprüfung gemäss geltenden Bio-Richtlinien. Neben den relevanten EU-Bio-Standards wird das Olivenöl zusätzlich nach den Schweizer Bio-Vorgaben kontrolliert und beurteilt. Diese ergänzende Überprüfung geht über die in vielen Fällen übliche Bio-Zertifizierung hinaus.
Gesundheitsbezogene Angaben Olivenöl
Darüber hinaus werden für den möglichen Nachweis gesundheitsbezogener Angaben, insbesondere im Zusammenhang mit dem zugelassenen Health Claim für Olivenöl-Polyphenole weitere analytische Untersuchungen durchgeführt.
Dabei wird das differenzierte Polyphenolprofil durch ein akkreditiertes Labor mittels der HPLC-Methode (High Performance Liquid Chromatographie) untersucht und dokumentiert.
Diese Analysen ermöglichen eine gezielte Beurteilung der relevanten einzelnen Polyphenole sowie deren Konzentrationen und gehen deutlich über die reine Bestimmung eines Gesamtpolyphenolgehalts hinaus.
Transparenz bei der Produktion von Olivenöl
Durch die regelmässige analytische Kontrolle sowie die Dokumentation der Verarbeitungskriterien in der Ölmühle betreffend die Pressung, Temperaturführung und relevanter Produktionsparameter werden die Herstellungsschritte unseres Bio-Olivenöls nachvollziehbar festgehalten.
Meine persönliche Begleitung
Die Verarbeitung der Oliven in der Ölmühle erfolgt nach meinen definierten Vorgaben und unter meiner persönlichen Begleitung während des gesamten Herstellungsprozesses.
Sämtliche Verarbeitungsschritte werden gezielt auf die von mir angestrebten sensorischen und analytischen Eigenschaften des Olivenöls abgestimmt.
Besonderes Augenmerk liegt dabei auf einer möglichst schonenden Verarbeitung, um insbesondere relevante Polyphenole sowie das charakteristische Aromaprofil bestmöglich zu erhalten. Verarbeitungskriterien wie Zeitpunkt der Pressung, Temperaturführung und Ablauf der einzelnen Produktionsschritte werden von mir bewusst vorgegeben und begleitet.
Die Herstellung des Olivenöls erfolgt somit gezielt nach meinen definierten Verarbeitungskriterien und Qualitätsvorstellungen.
Keine standardisierte Herstellung
Die Herstellung unseres Bio-Olivenöls erfolgt nach klar definierten Verarbeitungskriterien und unter persönlicher Begleitung des gesamten Produktionsprozesses.
Dabei werden die für Qualität, Sensorik und den Erhalt natürlicher Inhaltsstoffe relevanten Prozessschritte gezielt abgestimmt und überwacht.
Zu den wesentlichen Parametern zählen insbesondere der gewählte Erntezeitpunkt, die Zeitspanne zwischen Ernte und Verarbeitung, die Temperaturführung während der Verarbeitung sowie die Abstimmung der einzelnen Produktionsschritte in der Ölmühle. Ziel ist eine schonende Verarbeitung, um charakteristische Aromaeigenschaften und relevante Polyphenole bestmöglich zu erhalten.
Auch die sensorische Ausrichtung des späteren Olivenöls wird gezielt definiert. Die Auswahl geeigneter Olivensorten sowie die Abstimmung von Fruchtigkeit, Bitterkeit und Schärfe erfolgen dabei bewusst im Hinblick auf das angestrebte Qualitäts- und Aromaprofil.
Die Herstellung erfolgt somit nicht standardisiert, sondern gezielt nach den von mir definierten Qualitäts- und Verarbeitungskriterien.
Fokus auf Qualität bei der Bio-Olivenöl-Produktion
Weil wir die Qualität, Zusammensetzung und charakteristischen Eigenschaften unseres Bio-Olivenöls bewusst mitgestalten und nachvollziehbar dokumentieren möchten.
Unser Fokus liegt auf der Herstellung eines möglichst hochwertigen nativen Olivenöls extra mit besonderem Augenmerk auf relevante natürliche Inhaltsstoffe, sensorische Qualität sowie eine möglichst schonende Verarbeitung entlang des gesamten Produktionsprozesses.
Dazu gehört unter anderem die bewusste Wahl des Erntezeitpunkts, klar definierte Verarbeitungskriterien sowie die gezielte Abstimmung des gewünschten Aromaprofils.
Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Erhalt relevanter Polyphenole, die sowohl für die sensorischen Eigenschaften als auch im Zusammenhang mit gesundheitsunterstützenden Eigenschaften von Bedeutung sind.
Nur durch die gezielte Begleitung und analytische Überprüfung der einzelnen Produktionsschritte lassen sich die angestrebten Qualitätsmerkmale nachvollziehbar dokumentieren und reproduzierbar beurteilen.
BRIVITAL steht für kompromisslose Qualität statt maximaler Ausbeute.
Bitterkeit, Schärfe
Sowohl Bitterkeit als auch Schärfe gelten bei nativem Olivenöl extra als positive sensorische Eigenschaften, sofern sie harmonisch und ausgewogen auftreten.
Beide Eigenschaften stehen in Zusammenhang mit dem natürlichen Gehalt an Polyphenolen. Diese sekundären Pflanzenstoffe wirken antioxidativ und gelten als wesentlicher Qualitätsfaktor hochwertiger Olivenöle.
Der Polyphenolgehalt wird unter anderem von der Olivensorte, dem Reifegrad der Früchte, dem Erntezeitpunkt sowie der Verarbeitung beeinflusst.
Einflussfaktoren beim Herstellungsprozess
Grundsätzlich weisen früh geerntete und sorgfältig verarbeitete Olivenöle häufig höhere Polyphenolgehalte auf. Bitterkeit und Schärfe können daher in ausgewogener Form ein Hinweis auf einen erhöhten Anteil dieser natürlichen Inhaltsstoffe sein.
Aber: Mildere Öle sind jedoch nicht automatisch qualitativ schlechter; sie weisen oftmals lediglich einen geringeren Polyphenolgehalt auf oder sind sortentypisch milder ausgeprägt.
Während des gesamten Herstellungsprozesses kann der Polyphenolgehalt zudem negativ beeinflusst werden. Entscheidend sind daher ein geeigneter Erntezeitpunkt sowie eine möglichst schonende Verarbeitung der Oliven, um die natürlichen Inhaltsstoffe bestmöglich zu erhalten.
Ein hochwertiges natives Olivenöl extra zeichnet sich sensorisch durch Fruchtigkeit sowie eine angenehme Bitterkeit und Schärfe im Abgang aus. Übermässig dominante oder unausgewogene Noten können hingegen als störend empfunden werden.
Das Olivenöl von BRIVITAL weist eine ausgeprägte und zugleich ausgewogene Bitterkeit und Schärfe auf. Der Gehalt an gesundheitsunterstützenden Polyphenolen sowie den antioxidativ wirksamem Begleitstoff wie Tocopherole (Vitamin E) wird bei jeder Produktion im Rahmen regelmässiger Labor-Analysen erfasst und dokumentiert.
Definition Health Claim
Ein Health Claim ist eine gesetzlich geregelte gesundheitsbezogene Angabe über die Wirkung eines Lebensmittels. Für Olivenöl-Polyphenole ist dies in der EU-Verordnung Nr. 432/2012 geregelt.
Der zugelassene Health Claim lautet:
„Olivenöl-Polyphenole tragen dazu bei, die Blutfette vor oxidativem Stress zu schützen.“
Voraussetzungen für die Aussage und Kommunikation, kein Marketing-Versprechen
Voraussetzung für die Verwendung dieser Angabe ist, dass das Olivenöl mindestens 5 mg Hydroxytyrosol und dessen Derivate beispielsweise Oleuropein-Komplexe und Tyrosol pro 20 g Olivenöl enthält.
Die positive Wirkung stellt sich laut der zugelassenen Angabe bei einer täglichen Aufnahme von 20 g Olivenöl ein.
Ein Health Claim stellt kein frei formulierbares Marketing-Versprechen dar, sondern eine wissenschaftlich geprüfte und behördlich zugelassene Aussage. Die Verwendung ist an klar definierte analytische Voraussetzungen gebunden.
Analytischer Nachweis
Die Angabe eines reinen Gesamtpolyphenolgehalts allein erlaubt dabei noch keine Aussage darüber, ob die für den zugelassenen Health Claim relevanten Polyphenole tatsächlich in ausreichender Menge vorhanden sind. Entscheidend ist nicht nur die Gesamtmenge, sondern insbesondere das spezifische Polyphenolprofil des Olivenöls.
Zur Bestimmung eines solchen Polyphenolprofils wird die HPLC-Analyse (High Performance Liquid Chromatographie) eingesetzt.
Diese ermöglicht die differenzierte Identifikation und Quantifizierung der relevanten einzelnen Polyphenole. Andere Analyseverfahren wie z. B. Gesamtpolyphenolmessungen auf Basis der Catechin-Methode können zwar Orientierungswerte für den Gesamtpolyphenolgehalt liefern, erlauben jedoch keine gleichwertige Aussage hinsichtlich der für einen Health Claim relevanten Einzelverbindungen.
Für die rechtskonforme Verwendung eines Health Claims ist der analytische Nachweis der relevanten Polyphenole durch entsprechend akkreditierter Labore erforderlich, welche die Analyse mittels HPLC-Methode (High Performance Liquid Chromatographie) durchführen.
Was genau wird beim Erntezeitpunkt beeinflusst?
Der Erntezeitpunkt zählt zu den wichtigsten Faktoren für die Qualität eines nativen Olivenöls
extra.
Er beeinflusst unter anderem den Gehalt an natürlichen Polyphenolen, Aromastoffen
sowie die sensorischen Eigenschaften des späteren Olivenöls.
Reifestadium, Reifegrad
Früh geerntete Oliven typischerweise im grünen bis leicht violetten Reifestadium
weisen häufig höhere Gehalte an bestimmten Polyphenolen und aromatischen Inhaltsstoffen
auf.
Olivenöle aus früher Ernte zeigen deshalb oft eine ausgeprägtere Bitterkeit und Schärfe
sowie ein intensiveres Aromaprofil. Gleichzeitig fällt die Ölausbeute in dieser Phase meist
geringer aus.
Mit zunehmendem Reifegrad der Oliven steigt in der Regel die Ölausbeute pro Frucht.
Gleichzeitig können jedoch die natürlichen Polyphenolgehalte sowie die Intensität bestimmter
Aromastoffe abnehmen. Das daraus gewonnene Olivenöl wird häufig milder und sensorisch
weicher wahrgenommen.
Bei sehr später Ernte oder überreifen Oliven kann zudem das Risiko sensorischer Fehlnoten
steigen. Insbesondere längere Lagerzeiten oder beginnende Gärungsprozesse der Früchte
können die Qualität des Olivenöls negativ beeinflussen.
Optimaler Zeitpunkt der Ernte
Der optimale Erntezeitpunkt stellt daher immer eine Balance zwischen Qualität, sensorischem
Profil und Ölausbeute dar.
Qualitätsorientierte Produzenten entscheiden sich häufig bewusst
für eine frühere Ernte, um natürliche Inhaltsstoffe und charakteristische Aromaeigenschaften
möglichst gut zu erhalten.
Das Olivenöl von BRIVITAL wird zum optimalen frühen Reifezeitpunkt geerntet, mit
besonderem Fokus auf den Erhalt relevanter Polyphenole sowie eines charakteristischen
Aromaprofils.
Dabei wird bewusst in Kauf genommen, dass eine frühere Ernte mit einer
geringeren Ölausbeute verbunden ist.
Angestrebtes Qualitätsprofil des Olivenöls
Der Erntezeitpunkt wird vom Produzenten beziehungsweise dem verantwortlichen Betrieb
festgelegt.
Entscheidend dabei ist insbesondere der Reifegrad der Oliven sowie das
angestrebte Qualitätsprofil des späteren Olivenöls.
Genaue Beobachtung des Reifeprozesses
Der optimale Erntezeitpunkt kann je nach Olivensorte, Klima, Standort und gewünschter
Stilistik variieren.
Qualitätsproduzenten beobachten deshalb den Reifeprozess der
Oliven während der Saison sehr genau, um den Zeitpunkt zu bestimmen, an dem Aroma,
Polyphenolgehalt und Fruchtqualität möglichst ausgewogen sind.
Früher geerntete Oliven weisen häufig höhere Gehalte an bestimmten Polyphenolen und
intensivere Aromaeigenschaften auf, während spätere Ernten in der Regel eine höhere
Ölausbeute ermöglichen.
Die Wahl des Erntezeitpunkts ist daher immer auch eine bewusste
Entscheidung darüber, welche Eigenschaften und Qualitätsmerkmale im Olivenöl angestrebt
werden.
Maximale Ausbeute ist kein Kriterium bei BRIVITAL
Bei BRIVITAL wird der Erntezeitpunkt gezielt anhand des Reifegrads der Oliven sowie der
angestrebten sensorischen und analytischen Eigenschaften des Olivenöls festgelegt.
Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Erhalt relevanter, gesundheitsunterstützenden
natürlicher Inhaltsstoffe und eines charakteristischen Aromaprofils und nicht der maximalen
Ölausbeute.
Jahresbedarf der Kundinnen und Kunden
Damit Ernte und Produktion gezielt auf den angemeldeten Jahresbedarf unserer Kundinnen
und Kunden abgestimmt werden können.
Ressourcenschonende Herstellung
Die Produktion auf Vorbestellung ermöglicht eine bewusst geplante und ressourcenschonende
Herstellung ohne unnötige Überproduktion. Das Bio-Olivenöl wird nicht für eine anonyme
Lagerproduktion hergestellt, sondern orientiert sich an den effektiv angemeldeten Mengen der
jeweiligen Saison. Dadurch können Lagerzeiten reduziert und die Produktion gezielt geplant
werden.
Aktuelle Produktion
Die Kundinnen und Kunden erhalten dadurch Bio-Olivenöl aus der jeweils aktuellen Produktion
und nicht aus langfristiger Lagerhaltung früherer Ernten.
Gleichzeitig ermöglicht die Vorbestellung eine planbare Begleitung der gesamten Herstellung
von der Auswahl des optimalen Erntezeitpunkts über die Verarbeitung bis hin zur
Abfüllung.
Die Produktionsmengen können dadurch gezielt auf die definierten Qualitäts- und
Verarbeitungskriterien abgestimmt werden, ohne kurzfristig auf schwankende Marktnachfrage
reagieren zu müssen.
Nachhaltigkeit, nachhaltige Jahresproduktion
Auch aus Sicht der Nachhaltigkeit bietet dieses Modell Vorteile: Durch bedarfsgerechte, nachhaltige Jahresproduktion können Lageraufwand, unnötige Überproduktion und vermeidbare
Ressourcenbelastungen reduziert werden.
Planbare, qualitätsorientierte Bio-Olivenöl-Produktion als Wert
Für unsere Kundinnen und Kunden bedeutet dies ein Bio-Olivenöl mit nachvollziehbarer
Herkunft, aktueller Produktion und bewusst begleiteter Herstellung.
Die Jahresbestellung dient dabei nicht als abstraktes Vertriebssystem, sondern als Grundlage für eine
langfristig planbare und qualitätsorientierte Bio-Olivenöl-Produktion.
Jahresbedarf Vorbestellung
Ja. Dieses Bio-Olivenöl wird ausschliesslich für Kundinnen und Kunden produziert, die ihren
persönlichen Jahresbedarf vorab anmelden.
Keine Massenproduktion, sondern Qualität
Die Produktion erfolgt bewusst nicht auf Masse, sondern in einem überschaubaren und
ressourcenschonenden Rahmen. Dadurch kann gezielt auf die angestrebten Qualitäts- und
Verarbeitungskriterien abgestimmt werden.
Durch den direkten Kontakt zur Produzentin haben Kundinnen und Kunden die Möglichkeit,
sich persönlich über das Bio-Olivenöl und dessen Herstellung zu informieren, und erhalten dadurch
einen unmittelbaren Einblick in die Entstehung ihres Bio-Olivenöls nativ extra.
So entsteht nicht einfach ein standardisiertes Produkt, sondern ein bewusst produziertes
Bio-Olivenöl mit persönlicher Handschrift, klarer Herkunft und begrenzter Verfügbarkeit.
Im Spätsommer beziehungsweise Frühherbst werden die Kundinnen und Kunden von BRIVITAL per E-Mail kontaktiert und über die kommende Produktion informiert.
In diesem Rahmen wird der persönliche Jahresbedarf abgefragt, damit Ernte und Produktionsmenge möglichst gezielt geplant werden können.
Alle Interessierten haben die Möglichkeit, sich vorgängig über das Kontaktformular mit ihren Kontaktdaten auf die Liste der Jahresbesteller aufnehmen zu lassen. Die Angabe einer Telefonnummer ist freiwillig, kann jedoch hilfreich sein, falls kurzfristige Rückfragen einfacher telefonisch geklärt werden können.
Mit dem Informationsschreiben erhalten die Kundinnen und Kunden jeweils die aktuellen Informationen zur kommenden Ernte, zur geplanten Produktion, zu den Verkaufsbedingungen sowie zu Preisen und Bestellmöglichkeiten.
Es besteht keine Mindestbestellmenge.
Auch Einzelbestellungen ab einer 7,5-dl-Flasche sind möglich. Das Bio-Olivenöl wird ausschliesslich in 7,5-dl-Flaschen abgefüllt.
Durch diese direkte und persönliche Planung kann die Produktion gezielt auf den tatsächlichen Bedarf abgestimmt und eine möglichst frische Abfüllung der jeweiligen Ernte sichergestellt werden.
Ja. Interessierte Personen haben jederzeit die Möglichkeit, sich über die Webseite von BRIVITAL mit ihren Kontaktdaten registrieren zu lassen und in die Liste der Jahresbesteller aufgenommen zu werden.
Sobald die Planung der neuen Ernte beginnt, erhalten registrierte Kundinnen und Kunden die entsprechenden Informationen zur kommenden Produktion, zu den Bestellmöglichkeiten sowie zu den aktuellen Konditionen. Anschliessend kann der persönliche Jahresbedarf individuell angemeldet werden.
Die Aufnahme erfolgt unabhängig von der gewünschten Bestellmenge. Auch kleinere Bestellmengen beziehungsweise Einzelbestellungen sind möglich.
Durch dieses direkte Vorbestellsystem bleibt die Produktion bewusst persönlich, planbar und auf die tatsächlich angemeldeten Mengen abgestimmt.
Bedarfsgerechte und gezielt geplante Produktion
Dieses Modell ermöglicht eine bedarfsgerechte und gezielt geplante Produktion. Da die Herstellung auf den tatsächlich angemeldeten Jahresbedarf abgestimmt wird, können unnötige Überproduktion sowie langfristige Lagerhaltung reduziert werden.
Durch die direkte Planung der Produktionsmengen lassen sich Ernte, Verarbeitung, Abfüllung und Auslieferung gezielter koordinieren. Dadurch können Ressourcen bewusster eingesetzt und unnötige Lager- und Transportaufwände möglichst geringgehalten werden.
Die Produktion erfolgt damit nicht auf Vorrat oder für anonyme Massenlagerung, sondern orientiert sich bewusst am tatsächlichen Bedarf der Kundinnen und Kunden.
Direktes Vorbestellsystem Bio-Olivenöl
Interessierte Personen haben jederzeit die Möglichkeit, sich über die Webseite von BRIVITAL mit ihren Kontaktdaten registrieren zu lassen und in die Liste der Jahresbesteller aufgenommen zu werden.
Sobald die Planung der neuen Ernte beginnt, erhalten registrierte Kundinnen und Kunden die entsprechenden Informationen zur kommenden Produktion, zu den Bestellmöglichkeiten sowie zu den aktuellen Konditionen.
Anschliessend kann der persönliche Jahresbedarf an Bio-Olivenöl individuell angemeldet werden.
Die Aufnahme erfolgt unabhängig von der gewünschten Bestellmenge. Auch kleinere Bestellmengen beziehungsweise Einzelbestellungen sind möglich.
Durch dieses direkte Vorbestellsystem bleibt die Bio-Olivenöl-Produktion bewusst persönlich, planbar und auf die tatsächlich angemeldeten Mengen abgestimmt.
Das Olivenöl wird entsprechend Ihrem angemeldeten Jahresbedarf eingeplant, produziert und nach der Abfüllung einmal jährlich im Frühjahr ausgeliefert.
Mit der Anmeldung des persönlichen Jahresbedarfs erfolgt eine verbindliche Bestellung der gewünschten Menge. Dies gilt unabhängig von der Bestellmenge. Auch Einzelbestellungen ab einer 7,5-dl-Flasche werden verbindlich eingeplant und produziert, sofern die definierten Qualitätsanforderungen der jeweiligen Ernte erfüllt werden.
Die Bezahlung erfolgt in der Regel bei Lieferung mittels beiliegender Rechnung.
Bei grösseren Bestellmengen ab 18 Flaschen wird im Voraus eine Teilzahlung vereinbart. Dadurch können Produktion und Abfüllung dieser Mengen frühzeitig und verbindlich eingeplant werden. Die Restzahlung erfolgt wie gewohnt nach Auslieferung.
Durch dieses System bleibt die Produktion planbar, ressourcenschonend und gezielt auf die tatsächlich angemeldeten Mengen abgestimmt.
Das BRIVITAL-Bio-Olivenöl kann normalerweise einmal jährlich am Bio-Markt Ostschweiz in Weinfelden direkt vor Ort verkostet werden. Der Anlass findet in der Regel jeweils Ende Sommer statt.
Dabei besteht die Möglichkeit, das Bio-Olivenöl persönlich kennenzulernen, Fragen zur Herstellung, Ernte und Qualität zu stellen sowie sich direkt mit der Produzentin auszutauschen.
BRIVITAL ist am Anlass persönlich vor Ort vertreten. Dadurch erhalten Interessierte einen unmittelbaren Einblick in die Philosophie, Herstellung und Qualitätsausrichtung des Bio-Olivenöls.
Weitere Fragen und Antworten, welche wichtig sind und häufig nachgefragt werden, werden detailliert auf der Website von BRIVITAL via Bio-Olivenöl-FAQ beantwortet.
Temperatur beim Kochen
Mit Olivenöl kann gekocht werden. Wichtig ist, dass eine Temperatur von 180 °C nicht überschritten wird, da höhere Temperaturen die Qualität des Olivenöls beeinflussen können.
Rezepte zum Kochen
Die meisten Kochrezepte lassen sich problemlos innerhalb dieses Temperaturbereichs zubereiten.
Hier finden Sie ein paar inspirierende Rezepte zum Kochen und Braten.
Temperatur beim Braten
Ja, Olivenöl eignet sich zum Braten. Entscheidend ist, dass die Temperatur von 180 °C eingehalten und nicht überschritten wird.
Bratrezepte und -anwendungen
Für die meisten Bratanwendungen im Haushalt ist dieser Temperaturbereich ausreichend. Sie finden hier einige inspirierende Rezepte zum Kochen und Braten.
Ersatz von Butter durch Olivenöl
Butter kann in vielen Rezepten ganz oder teilweise durch Olivenöl ersetzt werden.
Faustregel:
100 g Butter ≈ 80 g Olivenöl
125 g Butter ≈ 100 g Olivenöl
250 g Butter ≈ 200 g Olivenöl
Je nach Rezept können auch andere Zutaten das Verhältnis beeinflussen.